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Tourenbeschreibung

NORDPFAD Huvenhoopsmoor

  • Das Huvenhoopsmoor - Naturidylle und Namensgeber dieses NORDPFADES
  • Traumhafte Aus- und Weitblicke vom Moorturm faszinieren (c) Andreas Dittmer
  • Naturnahe Wege entlang von Baumalleen
  • Der NORDPFAD Huvenhoopsmoor auf Karte und mit Logo
  • Ups - was ist das? Eine ehemalige Torfabbaufläche - am Rand wird gewandert
  • Das Flachland macht es möglich: immer wieder Weitsichten, holt die "Gläser" raus
  • Glinstedt - ein malerischer Ort mit vielen tollen Bauernhöfen
  • Wegebeschaffenheit

Wo Kraniche Rasten und Moorgeschichte lebendig wird                              

Es ist ein NORDPFAD der Gegensätze: Landwirtschaft und Torfabbau auf der einen,  intakte und wiedervernässte Hochmoorflächen auf der anderen Seite. Wer hier wandert, kann sich der Faszination dieser Landschaft nicht entziehen und wird spätestens dann gefesselt, wenn im Frühjahr und Herbst das laute Trompeten von Tausenden Kranichen zu hören ist.

Highlights:

  • Glinstedt mit Glockenturm und Rastplatz
  • Torfabbaufläche im Gnarrenburger Moor
  • Huvenhoopsmoor mit Moorturm
  • Wald Seegen
  • Ehnblecks- und Flakenbergsmoor
  • Rastplatz Falkenberg
  • Abstecher zum Moorerlebnispfad und Huvenhoopssee bei Augustendorf (ca. 1,6 km Abstecher)
  • Historischer Moorhof Augustendorf (ca. 3,9 km Abstecher)
  • Gnarrenburg mit Kirche, Glasmuseum, Geschäften, Quartieren und Gastronomie (ca. 6,2 km Abstecher)    


Verlauf:
Unsere Wanderung startet am Glockenturm Glinstedt. Die 500 Jahre alte Glocke zählt zu den ältesten des Landkreises und diente früher als Alarm- und Sturmglocke. Wir überqueren die L 122 und wandern auf dem Fußweg bis zur K 148, der wir in Richtung Forstort-Anfang folgen. Nach ca. 200 m biegen wir rechts in die Seeholzsstraße ein. Wenig später lassen wir das Dorf hinter uns und blicken auf weite Felder und Weiden des Gnarrenburger Moores, die wir von nun an durchschreiten. Seit dem 18. Jhd., wurde Moor, als nördlicher Ausläufer des Teufelsmoores, im Zuge der Moorkolonisation entwässert, abgebaut und urbar gemacht. Somit entstand die heutige Kulturlandschaft mit Wiesen, Kanälen und an Straßen aufgereihten Höfen.

Ein Stückchen vor der Sandgrube biegen wir links ab und gehen an der Pferdekoppel entlang, bis wir die K 148 erneut erreichen, die wir jetzt vorsichtig überqueren. Von hier aus wandern wir auf naturnahen Wegen durch weiträumige Wiesen und Weiden. Wir genießen die Stille, passieren das kleine Barkhauser Moor zur linken Hand und stoßen bald auf einen Sandweg. Merklich ändert sich von nun an das Landschaftsbild, denn vor uns liegt eine riesige ehemalige Torfabbaufläche. Damals diente der tiefer liegende Schwarztorf als Brennmaterial und wurde über Torfkähne nach Bremen verschifft. Heute wird der höher liegende Weißtorf für Blumenerde und Substrate abgetragen mit der Auflage, die abgetragenen Flächen wieder zu renaturieren.

Wir setzen unsere Wanderung fort, stoßen bald auf den „Försterkanal“, der die kleine Siedlung Forstort-Anfang mit dem 6,1 km entfernten Ort Gnarrenburg verbindet.  Hinter den Höfen des Forstortes-Anfang führt der NORDPFAD schließlich weiter bis zur K 148. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts versuchte man im Forstort-Anfang Kiefern anzupflanzen. Leider scheiterte der Versuch aufgrund des Moorbodens und übrig blieb ein kleines Waldstück.

Wir passieren die K 148 ein zweites Mal und blicken nun auf die Flächen des Naturschutzgebietes Huvenhoopsmoor. Das 1,5 km² große  Huvenhoopsmoor ist ein Teil des Gnarrenburger Moores. Herzstück des Naturschutzgebietes ist der Huvenhoopssee, einer der letzten intakten Hochmoorseen Niedersachsens. Torfmoorschwingrasen, lichte Moorbirkenwälder mit Heide- und Bentgraslichtungen, wiedervernässte Torfabbauflächen und Hochmoorgrünland prägen das Bild dieser Hochmoorlandschaft und bieten ideale Brut- und Rastbedingungen für zahlreiche Vogelarten. Während des Vogelzuges rasten hier im Frühjahr und Herbst u.a. Tausende von Kranichen. Die Chancen stehen gut, in der Dämmerung den Einflug der Kraniche zu ihren Schlafplätzen beobachten zu können. Wer möchte, kann von hier auch einen 1,6 km langen Abstecher zum Moorerlebnispfad unternehmen und den 3,9 km entfernten Historischen Moorhof in Augustendorf besuchen.

Wer die Wanderung fortsetzt, gelangt als nächstes zu einem Parkplatz und über einen naturnahen Weg zum impsanten und überdachten Moorturm.  Dieser bietet eine sagenhafte Sicht auf das Huvenhoopsmoor. Vom Moorturm führt der Weg zurück zum Parkplatz. Wir wandern entlang des kleinen Waldes, kommen am Rastplatz Seeholz vorbei, tauchen ganz in den schattigen Wald ein und wandern bis an den Grubenrand des 41 m hohen Steinbergs, in dem seit 1960 Kalksandstein abgebaut wird. Dort biegen wir links ab, wandern aus dem Wald heraus bis an den westlichen Ausläufer des Naturschutzgebietes und durch Felder und Wiesen zum Seegen. Wir durchwandern das kleine Wäldchen, gehen durch das wiedervernässte Huvenhoopsmoor und erreichen nach Querung der L 122 den Tunierplatz Glinstedt. Mit etwas Glück können wir Pferd und Reiter bei ihren Springübungen zuschauen, bevor wir auf naturnahen Wegen durch das kultivierte Ehnblecksmoor wandern und unser NORDPFAD die Gravesstraße kreuzt.

Wir passieren die Straße und gehen ca. 600 m auf dem Grünstreifen neben der Straße. Danach biegen wir rechts in den befestigten Feldweg ab, wandern ein kleines Stück durch das entwässerte, landwirtschaftlich genutzte und mit Heide bestückte Falkenbergsmoor und erreichen schließlich den Rastplatz Falkenberg, der zu einer kleinen Pause einlädt. An der nächsten Kreuzung biegen wir rechts ab, folgen dem Wirtschaftsweg bis zur Falkenbergstraße und wandern von hier aus auf dem Grünstreifen neben der befahrenen Straße zum Glockenturm Glinstedt zurück.


Tourenmerkmale:

  • Startpunkt per ÖPNV erreichbar

 

Länge und Gehdauer:
ca. 14,0 km /  4 3/4 Std.



Besonderes am Weg:

  • Wald
  • Moor
  • Aussichtsturm

Einkehren und Übernachten:

Lage und Infos zu Gastronomen und Quartieren am Nordpfad erhalten Sie in unserem WanderNavigator. Klicken Sie hierzu auf die Karte oben rechts. Weitere Quartiere in der Gemeinde Gnarrenburg finden Sie in unserer Unterkunftssuche indem Sie dort den Ort "Gnarrenburg" auswählen.

 

Startpunkte und Parkplätze:

S1 / P1: 27442 Glinstedt: Parkplatz am Glockenturm, Falkenbergstraße
S2 / P2: 27442 Forstort-Anfang: Parkplatz am Moorturm, Hinterm Seeholz


Vernetzung mit anderen NORDPFADEN:
Ein Zuweg (7,2 km) führt zum S1 des NORDPFADES Eichholz und Franzhorn.


ÖPNV-Anreise:
Buslinie 821:
verkehrt Mo.-Fr. zwischen Gnarrenburg und Zeven    
NORDPFAD-Haltestelle: Glinstedt-Mitte (100 m vom S1 des NORDPFADES entfernt) Nähere Infos: www.vbn.de

Buslinie 845: verkehrt Mo.-Fr. zwischen Gnarrenburg und Glinstedt    
NORDPFAD-Haltestelle: Glinstedt-Mitte (100 m vom S1 des NORDPFADES entfernt) Nähere Infos: www.vbn.de


GPS-Tracks  & Touren-PDF:
Die gesamte Tour können Sie sich zusammen mit den Sehenswürdigkeiten (POIs) auf unserem WanderNavigator anzeigen lassen. Dort finden Sie links im Infokasten unter Downloads auch eine kostenlose GPX-, KML- und OVL-Datei sowie ein kostenloses Touren-PDF (Karte mit Streckenverlauf und POIs entlang der Strecke) zum Herunterladen.

Infos:
Alle nötigen Infos erhalten Sie im Prospekt Tourenbegleiter NORDPFADE. Folgen Sie uns auf Facebook und erhalten Sie alle Neuigkeiten und aktuelle Tipps zu den NORDPFADEN auf www.facebook.de/nordpfade

Kontakt

NORDPFAD Huvenhoopsmoor (14,8 km)
Touristikverband Landkreis Rotenburg (Wümme) e.V.
Harburger Straße 59
27356 Rotenburg (Wümme)
0 42 61 / 81 96 0
0 42 61 / 81 96 20

info‎@‎nordpfade.info
www.nordpfade.de
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