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Angela-Hildegard S.

Angela-Hildegard S. ist seit Jahren auf den NORDPFADEN unterwegs und hat schon viele von ihnen bewandert. Die Erfahrungen und Erlebnisse, einiger ihrer Touren, hat sie hier festgehalten:

 

1.Oktober 2015
NORDPFAD Timke Wälder

Eine höhere Auszeichnung als: “Das bitte noch einmal erleben” kann ich nicht verschenken. Ein zauberhafter, sehr abwechslungsreicher und vor allem ruhiger Pfad durch die Timke-Wälder!! Ich bin ihn “blind” nach den Schildern gegangen.

Nun aber der Reihe nach:

Von HH aus bis Tostedt, dort Bus 3860 bis Zeven, dort Bus 630 bis Kirchtimke-Mitte. Eine Fahrt hat mich gut 12€ gekostet, währe ich über HB gefahren wesentlich mehr. Um 10 Uhr kam ich an der Lambertus-Kirche an und habe gleich die tolle Akustik ausgekostet, Kirche angeschaut. Und dann Richtung Schierk, dieser wirklich feine Wald. So dünne Stämme in solcher Menge, das hat mich erstaunt. Sofort umgab mich eine Ruhe, die mich ganz bezaubert hat, übrigens blieb das den ganzen Weg so. Und dann geschah etwas besonders schönes als ich vor der Schutzhütte aus dem Wald lief: Die Wiese vor der Hütte war dicht an dicht voll mit silbrigen Spinnennetzten auf Gras u Binsen. Fast hat es mir den Atem genommen, das war so ein wunderbares u unerwartetes Erlebnis, auch weil gerade erst die Sonne darauf leuchtete. Dieses schöne Naturschauspiel wird mich noch lange beschäftigen. In Ostertimke habe ich dann auf der sonnigen Bank vor der freiwilligen Feuerwehr Trinkpause gehalten und meine Jacke verstaut. Es war ein warmer Tag geworden. Übrigens ist der rote Schuh nicht zu übersehen, eine nette Idee. Am Ortsausgang ging ich noch sehr besinnlich über den dortigen, echt gepflegten Friedhof. Und ich kam auch an der Begräbnisstätte von 5 sowjetischen Soldaten längs, es hat mich gefreut, das deren Gräber in Ordnung gehalten werden, eine feine Geste der Menschen dort, - das war allerdings später. Übrigens hat dieser Weg toll viel Bänke. Nicht das ich jede genutzt habe, aber es hat mich gefreut das die dort stehen u immer an aussichtsreichen Stellen.

Nach Wentels Hof habe ich auf einer eine prima Rast gehalten. Die Bank stand genau am Wege, kurz vor der Kreuzung des Pfades. Ich habe ganz versonnen in der Mittags-Sonne mit Wald im Rücken, mit freiem Blick aufs Feld ordentlich pausiert. Ein schönes Erlebnis vor weitem Feld. Konnte meine Gedanken schweifen lassen. Der folgende Ummel-Wald ist ´ne Wucht. So dicht, so verschieden und voller Vögel. Am Morgen hatte ich gemerkt, dass ich mich auf die Ausschilderung verlassen kann, das tat ich dann auch. Und plötzlich waren die Schilder doch weg. Ich lief durch Wiste bis an die Kreisstrasse, kurz noch Richtung Hügelgräber/Flugplatz und bemerkte dann endgültig, das dies Falsch sein muß. Ich konnte eine Radlerin fragen, die hat mich wieder hinter Wiste geschickt. Und dann sah ich meinen Fehler. An diesen Abzweig könnte gut und gerne noch ein Schild angebracht werden und zwar genau in den Abzweig hinein. Das eine vorhandene ist hoch und fast zugewachsen, also schwer zu erkennen. Ich war vom Vieh auf der Weide nebenan abgelenkt, habe darum den Hinweis nicht gesehen. Nun lief ich also wieder in der Spur. Ich habe von jetzt an natürlich höllisch aufgepasst. Diese kleine Schleife der “8” ist ein ganz schönes Stück Erde, könnte aber insgesamt ein wenig mehr Hinweise brauchen. Das Ummelbad war schon geschlossen, wie ich es erwartet habe, es ist ja ein Freibad.

Und dann: Der Weg zurück bis zu Kreuzung: WUUUNDERBAR!! Etwa in der Hälfte der Strecke fast Urwaldmässig. Nur schön. Und ungefähr bis an den Ort heran weichester Boden. Es waren Glücksgefühle pur die mich beflügelten! Und das Stück durch Feld und Wiese mitten hinein in den Ort Kirchtimke, toll, - passgenau an der Bushaltestelle gelandet. Diese “Landschlachterei” hat mir noch Wurst verkauft, am freien Stand vor dem Haus an der Strasse gab es Eier u Kartoffeln. Und nun wartete ich auf den Bus, der bald kommen sollte. Leider verspätete der sich so lange (1/2 Std) das ich den Anschluss in Zeven nicht mehr bekam. Also noch Zeven ein wenig angeschaut, nicht übel! Der Zug nach HH in Tostedt kam schon nach einigen Minuten. So nahm diese Rückfahrt doch noch ein gutes Ende, auch wenn sie unerwartete vier Stunden dauerte, nicht wie die Hinfahrt zwei.
Fazit: Die Beschilderung ist eigentlich super, bis auf den kleinen Patzer. Diesen Weg müßte man Prämieren, er ist einer der punktgenau, schon bei den ersten Schritten Erholung anbietet.

Ich bin durch und durch begeistert. In meinem NP-Tourenbegleiter bekommt auch er ein Sternchen mit Auszeichnung!

Wenn ich am Sonntag mit dem befreundeten Ehepaar endlich in die Lü.Heide gehe werde ich von diesem Pfad erzählen weil ich möchte das sie diesen Weg als nächstes auswählen.
Ihnen, lieber Herr Fischer, und Ihrem ganzen Team meinen herzlichen Dank für die ganze Ausarbeitung und das Sie alle mir diesen schönen Tag ermöglicht haben. Von diesem Nordpfad werde ich immer zuvorderst berichten, wenn ich von meinen Nordpfaden erzählen werde, wo auch immer.

Beste Grüße, Angela-Hildegard S. aus Hamburg

 

13. Februar 2017
NORDPFAD Haxloher Erde

HH Heute habe ich meine Wandersaison 2017 eröffnet und war dabei auf den NORDPFADEN unterwegs!

Bei sehr kalten Temperaturen/Winden lief ich ab Fintel auf dem NORDPFAD Haxloher Erde. Eine wunderbar befreiende Landschaft. Sie regt an, alles, was den Alltag ausmacht, hinter sich zu lassen. Das ging heute nochmals besser, weil der Himmel so schön trist war. So wurde ich äußerst leicht auf mich selber konzentriert, was mich sehr entspannt hat.

Ich muss Ihnen mittteilen, dass die Anfahrt sich inzwischen verändert hat.

Die Busverbindung ab Tostedt wurde eingestellt. Nun bin ich ab Hamburg mit dem tollen Metronom-Zug bis nach Lauenbrück gefahren, von wo aus ich den Bus nehmen musste. Geht ja auch. Als ich am Bahnhof angebraust kam, hat der Bürgerbus schon gewartet, was eine sofortige Anschlussfahrt zur Folge hatte. Das ist wunderbar so. Überhaupt wollte ich bei diesen Temperaturen nicht zu weit fahren, zu weit laufen und doch Genuss in allen Dingen erleben: Voll und ganz erfüllt!! Die Busfahrerin war höchst interessiert, fragte mich gleich, ob ich hier einen NORDPFAD laufen würde. Natürlich konnte ich dieses nur bejahen. Da berichtete sie, dass sie auch schon beide NORDPFADE in Fintel gewandert ist. Ich habe sie nach den anderen gefragt. Die kannte sie jedoch noch nicht. Gern habe ich ihr einen NP-Tourenbegleiter, die ich stets dabei habe, überreicht und meine Tipps für neue Wanderungen weitergegeben.

Das Stück innerhalb von Fintel zum Startplatz am Melkhus habe ich schnell hinter mich gebracht und dann voll ausgeschritten.
Da dieser NP nicht lang ist, habe ich sofort meinen Blick in die Umgebung gerichtet, lohnend, lohnend. Eine weite, erfrischend freie Landschaft ist mir zugewandt. Das war schön! An der Fintaubrücke konnte ich eine Weile dem schnellen Fließen zuschauen. Erstaunlich, wie mich das berührt hat. Das alte Kopfsteinpflaster der Birkenallee regte mich zum Nachdenken an, dass dies schon ein sehr alter Wirtschaftsweg sein musste, der Beschaffenheit jedenfalls nach zu urteilen. Leider habe ich den Feienberg nicht bemerkt. Wen wundert´s, da er doch so sehr flach ist. Am Rastplatz Wiesenblick ist es sehr idyllisch. Und besonders hat mich gefreut, dass kein Fitzelchen Müll zu finden war.  

Ich lief diesen NP ja schon mal vor knapp zwei Jahren, schon damals war es hier total sauber. Erfreulich.

Dann geht man ja am Hammoor längs. Dort waren die Birken fast alle mit Moos bestumpft. Da die Fintau ein sich zurückhaltender Fluss ist, habe ich sie nur beim Überqueren gesehen, immer mit schön klarem Flusswasser. Ansonsten fließt sie unsichtbar in den hübschen kleinen Wald hinein. Ach, was war dieser Weg wunderbar entspannend. Natürlich ist diese Jahreszeit nicht hervorragend für eine Wanderung in T-Shirt und kurzen Hosen. Aber so eine richtig kalte Winterwanderung hat auch was zu bieten. Das brauchte ich auch mal!

Ich kam nach fast 3 Std. am Melkhus der Familie Aselmann wieder an und besehe mir die Kühe, die draussen und in den Ställen stehen. Da sehe ich eine Kuh am Boden, deren Fruchtblase sich schon nach außen schiebt. Aha denke ich: Geburt ist angesagt. Da ich mir aber nicht sicher war, ob das so allein gewollt ist, habe ich vorsorglich bei der Bäuerin geklingelt. Sie ist mit mir nachschauen gegangen und tatsächlich: alle Zeichen standen auf Geburt. Die Landwirtin ging, um ihren Sohn zu rufen. Ich blieb bei den Kühen. Und dann war es ein ganz schönes Erlebnis, wie die Kuh gekalbt hat. Das Kleine hat schon noch in der Fruchtblase mit den Augen gezwinkert!

Also, ich habe das noch nie erlebt und fand das nun ganz ganz schön und besonders beeindruckend! Als das Kalb da so am Boden lag, sind sofort alle anderen Kühe aufgestanden, um es zu schlecken. Auch die Mama-Kuh natürlich. Die Landwirtin ging dann, um die Fruchtblase ganz zu entfernen. Dann musste ich aber noch lachen, denn sie bemerkte nüchtern: Ein Bulle! Mehr braucht es nicht. Es dauerte nur einige Augenblicke und das Kleine versuchte aufzustehen, um bei der Mutter zu trinken. Inzwischen war auch eine weiße Wintersonne am Strahlen.

Ganz dankbar für diese einmaligen Augenblicke ging ich zum örtlichen Bäcker für einen Imbiss, denn das Melkhus hat z.Zt. ja Winterpause und ist nicht geöffnet.

Anschließend fand ich noch Zeit, um die St. Antonius-Kirche und das ganze Zentrum rundherum aufzusuchen. Natürlich ist gerade alles zu wegen der Winterzeit, aber es war trotzdem traumhaft schön.

Der Bürgerbus hat mich dann wieder aufgenommen: meine Heimfahrt führte nach Lauenbrück, wo ich in den metronom nach Hamburg stieg. Der Zug war zuverlässig wie immer und brachte mich sicher zurück in die Hansestadt Hamburg.

Mein Fazit: Es war ein wunderbar, wanderbar und zugleich entschleunigend, dieser Tag. Danke für diesen NORDPFAD!! Heute war ich total richtig auf ihm, habe alles gefunden, was ich brauchte!!

Liebe Grüße und alles Gute für Sie und Ihr Team, Angela-Hildegard S. aus Hamburg

 

 5. Februar 2018
NORDPFAD Hölzerbruch-Malse

 Welch´ ein Glück, das wir im Norden diese NORDPFADE haben!

So ist es sehr verlässlich, wo man laufen muss und darf. Die Ausschilderung des NP Hölzerbruch-Malse ist durchgehend in Ordnung, zuverlässig und ohne Zerstörung. Ich brauchte mein Begleitheft, den NP-Tourenbegleiter, nicht ein einziges Mal zur Hand nehmen.

Heute konnte ich mir endlich einmal eine Winterwanderung ermöglichen und bin höchst glücklich, aber nun auch müde, dass ich diesen Tag erlebt habe. Wunderbar friedlich diese, wie mir scheint, seit früher Zeit unveränderte Landschaft. Meine Erholung war perfekt, nur Vögel, tatsächlich einige Kraniche, Rehe und nur ein wenig Wind und ab zu leise Schneeflocken. Eine Abgeschiedenheit wie ich sie heute gesucht habe. Ganz besonders schön finde ich die beiden Thementafeln zur Geeste und zur Luhe. Solche Hinweistafeln unterwegs finde ich ganz prima.

Begonnen habe ich meinen Tag hier in Hamburg mit der U-Bahn. Um die Kosten so gering wie möglich zu halten, nutze ich stets den HVV-Verbund soweit möglich und diesmal bis Kutenholz. Dann musste ich nur eine kleine Fahrkarte (vorher gelöst) bis Bremervörde lösen. Dort kam nur noch das Ticket für den Bus dazu. Somit bin ich durch den ganzen Tag mit Ausgaben von unter 30 Euro ausgekommen. Die Verbindungen in Buxtehude und Bremervörde klappen eigentlich immer. Ich konnte also um 10 Uhr loswandern. Es hat mich richtig belebt, dass alles so glattging. Beim Hotel Kluster Hof ging es vorsichtig über diese vielbefahrene Straße und zum kleinen Zubringer. Sofort empfinde ich diese wunderbare Stille in winterlicher Landschaft. Genau das will ich! Jeder Schritt bringt mir mehr Entspannung. Es ist fast so, als wenn dieses weite Land, wie auch die Baumalleen mich wundersam führen. Keinem Menschen begegne ich. Das finde ich gut so. Dieser dichte Forst Malse ich ganz einmalig. Hier muss ich besonders langsam gehen, um die Wohltat des dichten Waldes wirken zu lassen. Ich habe heute viel Zeit, ich kann es mir leisten. Zwar ist es kalt, aber ich will trotzdem nicht zu schnell gehen, um den vollen Genuss zu haben. Hier ist es so wunderbar, dass ich mich sehr darüber freue, bald beim Künstler der Blauen Leiter zu sein. Leider ist er nicht zu Hause. Trotzdem halte ich bei ihm auf dem Gelände eine kurze Pause. Danach sind so manche Streckenabschnitte gerade ziemlich matschig, aber das stört mich gar nicht. Es passt in diese Jahreszeit und ist doch auch sehr natürlich.

Ich gehe so gerne hier auf den NORDPFADE unterwegs, weil diese Natur eigentlich so unberührt ist. Meinen Abstecher auf den Grabhügel Sieversberg möchte ich nicht vermissen. Da sich gerade mal die Sonne milde gezeigt hat, gab es einen wundervollen Blick mit Sonnenschein in die Weite dieser Natur. Jedem zu empfehlen!!

Im Dircks Bruch gab es sehr, sehr große Haselsträucher zu bestaunen, die schon sehr voll sind mit ihren Kätzchen. So beginnt immer wieder neu der Frühling da draußen. Der folgende Hölzerbruch ist eine große Klasse. Da gibt es diesen dichten Baumstand und mittig der Klustebach. Er führt z.Zt. eine ziemliche Strömung. Mit seiner kleinen Holzbrücke ist er ganz reizend anzuschauen. Dem NORDPFAD folgend höre ich nun sehr bald die vielbefahrene Bundesstraße und gelange so wieder zum Kluster Hof. Nach kurzer Warte-Zeit kommt mein Bus, in Bremervörde genieße ich noch schnell einen Kaffee und trete sodann die Heimfahrt an. Auch wenn ich heute Abend ziemlich müde bin, so war er ein höchst gelungener Tag. Ich wünschte ich hätte mehr davon. Die Auszeichnung „Qualitätsweg Traumtour“ hat dieser Weg zu Recht vom Deutschen Wanderverband erhalten.

Mit meinen dankbaren Grüßen und allerbesten Wünschen für ein tolles Wanderjahr bin ich Ihre

Angela-Hildegard S. aus Hamburg

 

11. März 2018
NORDPFAD Rotenburger Wasserreich

An diesem Sonntag ist mein Herz am hüpfen. Alles passt und ich kann mit der aufgehenden Sonne auf den NORDPFAD, den ich als erstes ging (2015) und seit dem schon drei Mal. Heute also wieder auf den NORDPFAD “ Rotenburger Wasserreich “, den NP, der mich führt in schlichter Klarheit und fast eleganter Ruhe, Natur pur. Kein Schnick-Schnack, nur gehen auf wunderbar ruhigen und verlässlichen Pfaden.

Ich steige am BF Rotenburg aus dem Metronom und da begrüßen mich schon diese einladenden, großen Tafeln im vertrauten orange. Ich suche sofort das Heimathaus auf und lese zu meinem Glück, das es heute Nachmittag geöffnet sein wird. Dies zu besichtigen ist mein letztes Ziel heute.

Ich gehe zur Holzbrücke des Mühlenstreeks, dort sehe ich wie oftmals an diesem wunderschönen Tage die letzten Zeichen des Winters: Eis auf dem Gewässer. Ansonsten ist alles auf Frühjahr eingestellt. Die Vögel begleiten mich mit ihrem hohen Piepen, die Sonne meint es richtig gut mit mir, die Kirchenglocken von Rotenburg klingen durch äußerst klare Luft. Diese weite der Wümmewiesen gibt mir Raum. Das Stück durch den Ahe-Wald tut so gut. Sonne und Schatten, rauf und runter, weicher Boden. Und dann freue ich mich auf den Wümmestrand. Schon sind hier Angler am Werk. Auf dem Nistkastenlehrpfad ist nichts los. Kein Vogel der ein Haus sucht. Das ist vom NABU ganz wunderbar gemacht!

Sehr bald erreiche ich diesen Wohnort Unterstedt. Ich komme mit einem alten Herrn ins Gespräch, der schwärmt geradezu wie schöne Wanderwege es hier gibt. Und wie ich finde hat er Recht. Und nun stoße ich erst einmal auf eine kleine Schafherde, dann auf Krokusse. Beides untrügliche Zeichen des Frühlings. Ich finde mich heute sehr beschenkt, denn genau was ich gesucht habe finde ich. Erstes Erwachen der Natur in wundersam warmer Sonne.

Wie jedes Mal, gehe ich auch heute auf den Hof Grafel. Wie immer gibt es hier eine selbstverständliche Gastfreundschaft. Ich nehme auf dem Hof Platz für eine Pause. Und sofort gibt es herzliche Menschen die einige liebe Worte mit mir wechseln. Danach suche ich am Wegesrand diesen kleinen, versteckten See. Unglaublich ruhig ist er immer noch am auftauen, denn Eis ist auch hier noch und auch auf den kleinen Gräben im Grafeler Holz. Ich horche, jedoch: nur Stille. Und die verbreitet sich auf den folgenden Waldwegen immer mehr. Frühling ist noch ganz jung. So richtig wach sind die Tiere noch nicht.

Nach Graffel gelange ich also zum “großen u weissen Moor”, noch ohne Kühe, und weiter geht’s zum kleinen Bullensee, dieses Gebiet ist einfach nur eine Einladung. Ich gehe ein Abenteuer der besonderen Art auf dem Holzbohlenweg vom kleinen zum Großen Bullensee. Das ist ganz besonders schön, denn das Moor ist gleichzeitig anziehend und Respekt einflößend. Eine kurze Pause auf einer Bank am großen Bullensee muss sein, der liegt einfach wunderbar. Da ich zu früh dran bin um im Hartmannshof meinen so geschätzten Hartmannskuchen zu verspeisen, gehe ich direkt weiter zum Lintel. Auf diesen Wald freue ich mich immer. Das Stück ist fast naturbelassen. Ein Glück. Heute treffe ich kaum Menschen, ganz wenige sind draußen und ich habe den Eindruck auch sie genießen wie es gerade ist.

Nachdem ich die Stadtkirche erreicht habe bin ich fast am Ende dieser wunderbaren Wanderung. Ich gehe einen Kaffee trinken, den Weg nochmals Überdenken und dann ab zum Heimatmuseum. Das lohnt sich so sehr! Ich habe viele Dinge aus meiner frühen Kindheit wiedergesehen und ein Gespräch mit den Ehrenamtlichen gab es obendrauf.

Dieser Tag war mir auf Schritt und Tritt eine Energiequelle. Heute Abend fühle ich wohlige Müdigkeit in den Knochen, und ich stehe morgen ganz sicher gern und voller Tatendrang wieder auf. Was bewirkt so ein toller Tag nicht alles. Danke für unsere NORDPFADE!!

Mit lieben, sehr dankbaren Grüßen, Angela-Hildegard S.

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Angela-Hildegard S.
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